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Wärmepumpe - wie arbeitet sie?
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Schritt
für Schritt möchten wir Ihnen Ihre Fragen beantworten. Dabei ergeben
sich die meisten Antworten aus der Beschreibung der Funktion, die wir
deshalb an den Anfang stellen.
Aber: Keine Angst, wir
werden uns bemühen, Sie nicht mit Fachbegriffen zu bombardieren. Uns
liegt daran, Ihnen Wärmepumpen so vorzustellen, dass Sie sich Ihr
eigenes Bild machen können. Denn nur so werden Sie entscheiden können,
ob Sie die Vorteile dieser Technik für sich nutzen wollen.
Wärmepumpen werden in der Heizungs- und Lüftungstechnik eingesetzt und
sie unterscheiden sich nach den Energiequellen, die sie nutzen, und
nach den Medien, an die sie die Energie wieder abgeben. Zur groben
Unterscheidung sprechen wir deshalb von den Gruppen: Luft-Wasser-,
Wasser-Wasser-, Sole-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen. Alle
Wärmepumpen arbeiten aber nach dem gleichen Prinzip.
Man nutzt die energiegünstigen Bedingungen der Kältetechnik; nur mit
umgekehrten Vor-zeichen! Bei einer Wärmepumpe steht nicht die Kühlung
im Vordergrund, sondern das Abfallprodukt der Kühlung – die Wärme!
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Woher
kommt die Wärme?
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Nun,
das ist die Energie, die z. B. von der Kältemaschine des Kühlschrankes
aus dem zu kühlenden Innenraum herausgeholt wird, damit Ihre
Lebensmittel länger haltbar bleiben und die Milch abends so erfrischend
schmeckt.
Die Energiemenge, die dem Innenraum beim Kühlen
entzogen wird, setzt die Kälte-maschine in Wärme um, mit deutlich
höheren Temperaturen. Eine Tatsache, die für die Funktion des
Kühlschrankes notwendig, als Effekt aber nicht gewollt ist. Eben ein
Abfallprodukt!
Wenn das Ziel nun aber nicht die Kühlung wäre, sondern der Heizeffekt,
dann wäre Ihr Kühlschrank eine Wärmepumpe. Und zwar eine
Luft-Luft-Wärmepumpe. Denn der Luft im Innenraum des Kühlschrankes wird
Energie entzogen (Kühleffekt) und diese Energie wird in Wärme umgesetzt
und an die Umgebungsluft (Heizeffekt) wieder abgegeben.
Mit der Wärmepumpe nutzt man also den physikalischen Grundsatz, dass in
der Natur nichts verloren geht. Das heißt, wenn man auf der einen Seite
einer Wärmepumpe etwas kühlt, dann wird auf der anderen Seite
zwangsläufig Wärme produziert – und das mit erstaunlich hohen
Temperaturen.
Die
Sonne spendet drei Viertel der erforderlichen Energie: gespeicherte
Sonnen-wärme in Erde, Wasser und Luft. Mit dieser Wärme und einem
Viertel Antriebs-energie, z. B. Strom, beheizt die Wärmepumpe Ihr Haus
oder Ihre Wohnung. Tag und Nacht. Sommer und Winter. Eben ganz normal,
wie jede andere Heizung auch.
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Die
Luft-Wasser-Wärmepumpe
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Bei
diesem Wärmepumpentyp wird die Umgebungsluft als Energiequelle genutzt.
Das kann die Luft in den Kellerräumen sein, mit der die Wärmepumpe
warmes Wasser produziert. Es kann aber auch die Außenluft genutzt
werden, um Ihr Haus zu heizen. Da die meiste Heizenergie bei sehr
niedrigen Außentemperaturen benötigt wird, verwendet man bei diesem
System sehr häufig eine zusätzliche Heizquelle, z.B. eine
Elektro-Heizpatrone. Sollten Sie jedoch ein Haus mit sehr niedrigem
Heizwärmebedarf bauen, kann eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ausreichen, um
Ihr Haus ausschließlich mit diesem System zu beheizen.

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Die
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
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Mit diesem System wird das
Grundwasser als Energiequelle genutzt.
Dafür wird ein Brunnen (Entnahmebrunnen) errichtet, der die Wärmepumpe
mit Wasser versorgt. Die Wärmepumpe entzieht dem Wasser Energie, das
heißt, das Wasser wird abgekühlt und dann über einen zweiten Brunnen
(Schluckbrunnen) dem Erdreich wieder zugeführt.
Die Energiemenge, die dem Grundwasser entzogen wird, "pumpt" die
Wärmepumpe auf das Temperaturniveau, das für die Beheizung Ihres Hauses
erforderlich ist. Damit wird dann das Wasser erwärmt, das im
Heizkreislauf Ihrer Heizungsanlage zirkuliert – und so wird es in Ihrem
Haus wohlig warm.
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Die
Sole-Wasser-Wärmepumpe
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Auch
die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme, die sich ständig wieder
erneuert und kostenlos ist. Um die Erdwärme nutzbar machen zu können,
werden Erdkollektoren oder Erdsonden eingesetzt. Kollektoren und Sonden
bestehen aus unverrottbaren Kunststoff-rohren, die als geschlossene
Kreise verwendet werden.
Dabei unterscheiden sich
Kollektoren und Sonden nur durch die Art ihrer Anwendung. Kollektoren
werden waagerecht im Boden Ihres Grundstückes verlegt, als Schleifen.
Dabei ist eine Tiefe von 1,0–1,2 m völlig ausreichend, um der
Wärmepumpe die Energiemenge zu liefern, die sie zum Beheizen Ihres
Hauses benötigt, damit Sie sich, auch bei klirrendem Frost, in Ihren
vier Wänden pudelwohl fühlen.
Für die Errichtung einer Erdsondenanlage ist eine oder sind mehrere
Bohrungen zu erstellen, in die Schleifen aus Kunststoffrohr eingelassen
werden – pro Bohrung zwei Schleifen. Die Tiefe und die Anzahl der
Bohrungen hängt von den Boden-verhältnissen und von der Heizleistung
ab, die für Ihr Haus benötigt wird.
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Die
Luft-Luft-Wärmepumpe
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Der
Begriff Luft-Luft-Wärmepumpe signalisiert ja bereits, dass hier als
Energiequelle die Luft verwendet wird. Luft ist aber auch der Träger
für den Wärmetransport. Das bedeutet, dass es sich hierbei um ein
Lüftungssystem handelt.
Lüftungssystem? Wofür?
Die Antwort ist ebenfalls sehr einfach und einleuchtend. Gerade moderne
Häuser, energie-sparend gebaut, müssen be- und entlüftet werden, damit
sie bewohnbar sind und bleiben. Für gesunde Wohnweltbedingungen ist das
Lüften unerlässlich, denn nur so werden Sie sich langfristig in Ihren
vier Wänden wohl fühlen. Ganz nebenbei bemerkt, Häuser sollten sich
ebenfalls wohl fühlen. Und: Schimmelpilz, entstanden durch mangelnde
Be- und Entlüftung, schadet nicht nur den Bewohnern, sondern zerstört
obendrein auch noch die Bausubstanz.
Nun, so meinen Sie sicherlich, wofür gibt es denn Fenster?
Abgesehen davon, dass das Öffnen der Fenster nicht gerade die
Behaglichkeit fördert und jeder den Ruf "Es zieht!" kennt, sind die
meisten Fenster nur "gekippt" geöffnet – und das möglichst den ganzen
Tag. Diese Praxis sorgt nicht für den täglich notwendigen Luftaustausch
im Haus, sondern kostet nur Energie und damit Ihr Geld.
Die Lösung: Lüftungsanlagen
mit Wärmerückgewinnung!
Diese Technik sorgt dafür, dass das Haus oder die Wohnung ständig mit
frischer Luft versorgt und die verbrauchte Luft nach draußen
abtransportiert wird. Und zwar in den Mengen, die auf die Größe und die
Belastung der Räume abgestimmt ist.
Das Wichtigste jedoch: Eine Wärmepumpe in den Geräten nutzt die
Energiemenge, die in der warmen, verbrauchten Luft enthalten ist und
führt diese dem Haus wieder zu. Sie sorgt somit dafür, dass die Energie
dort bleibt, wo sie hingehört – nämlich im Haus.
Dafür werden zwei Techniken angeboten. Bei einer Geräteart entzieht die
Wärmepumpe der warmen, verbrauchten Luft die Wärme und heizt damit die
von außen angesaugte Luft auf. Die warme, frische Luft wird dann den
Räumen zu-geführt.
Mit einer zweiten Systemlösung, ebenfalls mit Wärmepumpe, wird die aus
der Abluft gewonnene Energie in den Heizungskreis eingespeist und kommt
so der Energie-bilanz Ihres Hauses wiederum zugute.
Welche dieser Lösungen für Sie auch vorteilhafter sein mag – Ihr
Installateur hilft Ihnen bei der Entscheidung.
Eines ist sicher: Beide Systeme sorgen ständig für frische Luft und
helfen Ihnen, dass Sie Ihr Geld (Heizkosten) nicht zum offenen Fenster
hinauswerfen. Bei niedrigem Wärmebedarf Ihres Hauses – einem
Niedrigenergiehaus oder gar einem Passivhaus – ist die Heizleistung
dieser Lüftungstechnik so groß, dass damit Ihr Haus vollständig beheizt
werden kann.

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Wärmepumpe
- was habe ich davon?
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Bei
einer Wärmepumpenheizung handelt es sich um eine Heiztechnik, die
grundsätzlich mit jedem anderen Heizsystem zu vergleichen ist. Sie
besteht aus einem Wärmeerzeuger und einem Wärmeverteilsystem, den
Heizkörpern, der Fußbodenheizung oder was sonst immer Ihren
Vorstellungen entspricht.
Ihre Entscheidung ist also:
Wollen Sie eine Gas- oder Ölheizung mit den dafür erforder-lichen
Rahmenbedingungen, oder wollen Sie die Vorteile der Wärme-pumpentechnik
für sich nutzen?
Abgesehen davon, dass die Wärmepumpentechnik über Langzeiterfahrung
verfügt, ausgereift ist und zuverlässig arbeitet, hat sie sich
zigtausendfach bewährt. Der besondere Vorteil liegt im sparsamen Umgang
mit der Energie. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe – für den Heizbetrieb die
häufigste Betriebsart – nutzt zu 75 % die kostenlose, sich immer wieder
erneuernde Erdwärme und nur 25 % Fremdenergie werden benötigt.
Dabei ist die Wärmepumpe besonders sparsam, wenn sie einen Heizkreis
mit niedrigen Temperaturen zu versorgen hat. Die Voraussetzungen
hierfür schaffen Sie durch die Wahl der Heizfläche, z. B. durch Ihre
Entscheidung für eine Flächenheizung (Fußboden-, Wand- oder
Deckenheizung), und vor allem durch die Auswahl der Baustoffe für Ihr
Haus.
Es gehört nicht sehr viel Phantasie dazu, um sich vorstellen zu können,
wie viel Energie mit diesem System eingespart wird und wie groß die
damit verbundene Entlastung der Umwelt ist. Im Klartext: Wärmepumpen
reduzieren die CO2-Belastungen, die durch die
Heizung Ihres Hauses entstehen, um mindestens 30 %.
Wärmepumpen leisten also einen bemerkenswerten Beitrag zum Klimaschutz.
Aber nicht nur Ihrer Verantwortung für die Umwelt werden Sie durch die
Nutzung von Wärmepumpen gerecht. Diese bringen auch eine beachtliche
Entlastung Ihrer Haushalts-kasse, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Denn Wärmepumpen senken die Heizkosten im Vergleich zu anderen
Heizsystemen drastisch – bis zu 50 % und mehr.
Deshalb sollten Sie sagen:
Wärmepumpen!
NATÜRLICH
MIT UNS!
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