Solartechnik

 
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1.1. Warmes Wasser von der Sonne

Ca. ffa des gesamten Energieverbrauches in Deutschland wird für die Beheizung von Gebäuden aufgewendet. Energiesparende Bauweisen, vor allem aber sparsame Heizsysteme können diesen Verbrauch deutlich verringern und damit zur Schonung der Ressourcen und zum Schutz der Erdatmosphäre beitragen.
Ein erhebliches Einsparpotential bietet auch die Trinkwassererwärmung. So stellen Sonnenkollektoren in Verbindung mit einem zentralen Speicher-Wassererwärmer in unseren Breiten gerade in den Sommermonaten die interessanlesle Alternative zum Heizkessel dar Der Energiebedarf der Trinkwassererwärmung ist weitgehend konstant und unabhängig von der Jahreszeit

1.2. Aufteilung der Sonnenstrahlung

Die Sonnenstrahlung ist ein Energiestrom, der von der Sonne in alle Richtungen gleichmäßig ausgesandt wird. Auf die äußere Erdatmosphäre trifft davon eine Leistung von 1.36 kW/m', die sogenannte Solarkonstante.
Beim Durchdringen der Erdatmosphäre erfährt die Sonnenstrahlung durch Reflexion. Streuung und Absorption an Staubpartikeln und Gasmolekülen eine Schwächung (Bild 2). Die Sonnenstrahlung zerfällt dadurch in zwei Komponenten:
-diedirekteStrahlung-derTeil der Strahlung, der die Atmosphäre un-geh indert du rchdri ngt.
-diediffuseStrahlung-derTeil der Sonnenstrahlung, der durch Staubpartikel und Gasmoleküle reflektiert bzw. absorbiert wird und ungerichtet auf die Erdoberfläche aultrifft
  solar2.gif1.3. Nutzbarer Anteil

Die Summe aus direkter und diffuser
Sonnenstrahlung, die sogenannte
Globalstrahlung Eq. liegt un 1er optimalen
Bedingungen (wolkenloser,
klarer Himmel. Mittagszeit) bei ma*.
1000 Win*; im Jahresdurchschnitt
ergeben sich für Deutschland ungefähr
1000 kWh'm*. was dem Energieinhalt
von ca. 100 Litern Heizöl oder
100 m' Erdgas entspricht.
Richtig ausgelegte Sonnenkollektoranlagen
mil au feinander abgestimmten
Systemkomponenten können ca.
50 bis 60% des jährlichen Energiebedarfs
für die Trinkwassererwärmung
von Ein- und Zweifamilienhäusern
einsparen. In den übrigen Monaten
wird die solare Trinkwassererwärmung
durch eine zweite unabhängige
Wärmequelle ergänzt - in der Regel
ein Ol-/Gas-Niedertemperatur-Heizkessel
oder besser noch, ein Brenn -
wertkessel.
Die durch einen Kollektor erzielbare
Nu tzenergie hä ng t von meh reren
Faktoren ab. Wesentlichen Einfluss
hat die insgesamt zur Verfügung stehende
Sonnenenergie. Während in
Freiburg eine Global Strahlung von
1270 kWMm*.a) verfügbarist. sind
es in Hannover nur 955 kWhP'(m*-a).
Weiterhin spielen Kollektortyp sowie
Kollektorneigung und -au s rieh Hing
eine wesentliche Rolle. Für einen
wirtschaftlichen Betrieb der Solaranlage
ist außerdem eine sorgfältige
Dimensionierung der Anlagenkomponenten
erforderlich.
Wie sich das monatliche Angebot an
Sonnenenergie im Jahresveriauf für
Würzburg - Mittelwert für Deutschland
- aufteilt und wie hoch die entsprechende
Energiemenge bzw. Globalstrah
lu ng ist. lässt sich aus Bild 4
ableiten.
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solar3.gif2.1. Neigung und Ausrichtung der Kol lektore n zu r E rd ob erf I i c h e

Aufgrund des Sonnenstands am Tag sind Kollektoren möglichst nach Süden auszurichten, um eine optimale Leistungsausbeute zu erzielen. Abweichungen aus der Süd-Richtung bis ca. 20° haben in den Sommermonaten kaum Einfluss auf die Einstrahlung: über das Jahr gesehen ergeben sich Unterschiede von lediglich ca. 2%.
Neigungswinkel und Azimutwinkel sind Maßefürdie Kollektorausrich-tung.

Neigungswinkel a
Der Neigungswinkel cc der Kollektoren zur Erdoberfläche ist wichtig für die größtmögliche Energieaufnahme (Bild 81.
Bei SchrägdachmontageistderNei-gungswinkel durch die Dachneigung vorgegeben. Die größte Energiemenge kann vom Absorber des Kollektors aufgenommen werden, wenn
die Kollektorebene im rechten Wink*'! zur Sonneneinstrahlung ausgerichtet ist. Da der Einstrahlungswinkel von der Tages- und der Jahreszeitabhängig ist. sollte die Kollektorebene entsprechend dem Sonnenstand '.v,ih rend der Phase des g roßten E nor-gieangebotes ausgerichtet werden.
In derPraxiserweisensich Neigungswinkel zwischen 30 und 45' a ls ideal. Fü r di e Bu ndesrepu bl ik Deutschland istfenach nach Nut-zungszeitraum ein Neigungswinkel zwischen 25 und 70" sinnvoll.

Azintutwinket
Der Azimutwinkel (Bild 9) beschreibt die Abweichung der Kollektorebene ausderSüdrichtung: Kollektorebene nach Süden ausgerichtet heißt Azimutwinkel = 0". Da die Sonneneinstrahlung während der Mittagszeit am intensivsten ist. sollte die Kollektorebene möglichst nadi Süden ausgerichtet sein. Akzeptabel sind aber auch Abweichungen aus der Südrichtung bis zu 45".
 

  Dimensionierung von Solaranlagen

  solar4.gif2.2. Kollektorwirkungsgrad

Ein Teil derauf die Kollektoren auftreffenden
Sonnenstrahlung geht
durch Reflexion an der Scheibe und
Absorption "verloren". Der optische
Wirkungsgrad i|ö berücksichtigt diese
Verluste.
Bei der Erwärmung der Kollektoren
geben diese durch Wärmeleitung.
Wärmestrahlung und Konvektion
Wärme an die Umgebung ab.
Diese Verl uste we rden du rch d io
Wärmeverlustbeiwerte k, und k;.
berücksichtigt (Tab. 1).
Wärmeverlustbei werte und optischer
Wirkungsgrad bilden die Kollektorwirkungsgradkennlinie,
die nach der
Gleichung
n = n0 - k, • (ifl/ Eg) - k,. (Aö*/ Eg)
berechnet werden kann (Bild 10).
Istdie Differenz zwischen Kollektorund
Umgebungstemperatur Null,
hat der Kollektor keine Wärmeverluste
an die Umgebung, und der
Wirkungsgrad i) hat sein Maximum,
man spricht vom optischen Wirkungsgrad
i)D.
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