Regenwassernutzung

Prinzipiell gilt, dass Trink- und Grundwasservorkommen begrenzt sind und in Deutschland der größte Teil des Trinkwassers aus Quell- und Grundwasser gewonnen wird.

Und diese werden zunehmend knapper. Und auch wenn Deutschland aufgrund seiner relativ hohen Niederschlagsmengen ein ausgesprochen wasserreiches Land ist, übersteigt der Wasserverbrauch in einigen Ballungsgebieten schon längst das natürliche, vor Ort zur Verfügung stehende Grundwasserangebot. So ist beispielsweise in einigen Regionen Hessens der Grundwasserspiegel stark abgesunken, weil der versickernde Niederschlag den steigenden Verbrauch nicht ausgleichen konnte. Hinzu kommt die zunehmende Verschmutzung unseres Grundwassers durch Landwirtschaft und Industrie mit Düngern, Pflanzenschutzmitteln, Chemikalien und vielen weiteren Belastungen der modernen, industrialisierten Welt. Diese müssen von den Wasserwerken mit aufwendigen und teuren Techniken herausgefiltert werden, damit das Wasser die geforderten Qualitätsnormen erfüllt.

All das trägt dazu bei, dass die Bereitstellung von Trinkwasser noch teurer wird. Ein Beispiel: Bereits in den letzten Jahren betrug die Preissteigerung jährlich 15 %. Kostete vor zehn Jahren das Trinkwasser für einen 4-Personen-Haushalt noch ca. 400.- EUR pro Jahr, so sind es heute bereits ca. 1.000,- EUR. Und in den kommenden zehn Jahren wird diese Summe sogar auf 2.000.- EUR ansteigen - obwohl die Preise im internationalen Vergleich schon heute recht hoch sind.



Grundsätzlich bestehen für Privathaushalte mindestens zwei Möglichkeiten, um Trinkwasser zu sparen:

1. Wassersparendes Verbrauchsverhalten.
Einfache Maßnahmen, mit denen ein Haushalt seinen Wasserverbrauch um ca. 30 % reduzieren kann:

- "Duschen statt Baden"
- "Zahnputzglas statt laufendes Wasser"
- "Wassersparende Sanitäreinrichtungen & Haushaltsgeräte" (Spartaste am WC, Einhebelmischer, moderne Waschmaschinen, etc)

2. Trinkwasserersatz durch Regenwasser.
Einfache Anwendungen, bei denen ein Haushalt seinen Trinkwasserverbrauch um ca. 50 % reduzieren kann:

- Gartenbewässerung
- Autowaschen, Putzen
- Toilettenspülung
- Wäsche waschen

Denn Regenwasser ist im Haushalt überall dort einsetzbar, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist – und das ganz ohne Komfortverlust. Beachten Sie bitte: Trinkwasser sollte weiterhin überall dort eingesetzt werden, wo das Wasser direkt mit dem menschlichen Organismus in Berührung kommt, d. h. insbesondere bei der Körperpflege, bei der Zubereitung von Speisen und Getränken sowie beim Geschirrspülen. Ach ja: Die Nutzung von Regenwasser schont nicht nur die Trink- und Grundwasservorkommen. Ein weiterer Vorteil ist die Entlastung von Kanalisation und Kläranlagen bei Abflussspitzen während starken Regens, da das Regenwasser nicht mehr direkt in die Abwasserkanäle abfließt, wodurch auch noch die Gefahr von Überschwemmungen verringert wird.

img

NOTDIENST

Schnelle Hilfe bei Heiz- oder Wasserproblemen ist besonders wichtig. Unseren Notdienst erreichen Sie rund um die Uhr. Tel.: 02305.1610